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Schuhpflege leicht gemacht! Wie Sie Ihre Lederschuhe stets schön & sauber halten

Männer kennen das Problem nur allzu gut: Schuhpflege ist mühsam. ABER das muss sie nicht sein. Denn wenn Sie wissen, wie man es richtig macht und wofür man es macht, wird aus einem Akt die Routine. Hier die wichtigsten Tipps, um Ihre Lederschuhe langfristig richtig zu pflegen.

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Schauspieler Oscar Isaac in gut gepflegten Schuhen.

Gewusst warum

Bevor wir allerdings zu den drei wichtigsten Schritten der Schuhpflege-Kunst kommen, wollen wir Ihnen zunächst erklären, wofür Sie den Aufwand eigentlich betreiben:

Leder ist ein natürliches Material, das dementsprechend ‚genährt’ werden muss, denn das Material verliert während der Gerbung all sein Wasser und Fett. Diese Fette und Öle, wollen wir daher mit der Pflege wieder zuführen. Schließlich verliert das Obermaterial eines jeden Herrenschuhs mit der Zeit an Elastizität und Geschmeidigkeit. Ohne eine dementsprechende Pflege wird das Leder brüchig und der Schuh auf die Dauer unbrauchbar.

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Gewusst wie

Um das zu verhindern, sind nur wenige Handgriffe gefordert:

Schritt 1: Entfernen Sie groben Schmutz sanft mit einer Bürste oder einem Tuch – ohne festen Druck. Kleine Staubkörner und Dreck sollten keinesfalls mit in die Politur eingearbeitet werden, da sie das Leder zerkratzen würden. Je nach Ledertyp gibt es auch eine dazu passende Bürste.

Schritt 2: Imprägnieren Sie das Leder mit einem Spray (Wildleder) oder einer Creme (Glattleder). Auch hier kann eine Bürste oder ein Baumwoll­tuch zum Auftragen des Pflegemittels verwendet werden. Verteilen Sie die farblich abgestimmte Schuhcreme oder das Wachs auf der gesamten Oberfläche des Schuhs, inklusive der Absatz- und Sohlenkante. Wenn Sie Wachs verwenden, empfiehlt es sich circa eine halbe Stunde zu warten, bevor Sie den Schuh polieren.

Schritt 3: Polieren Sie das Leder mit einer Glanzbürste und locker ausgeführten Schwüngen sowie ohne jeglichen Druck, bis der Schuh glänzt.

Schritt 4: Sohlen und Ösen brauchen ebenfalls Pflege. Bearbeiten Sie daher Ösen und Haken ebenfalls ab und zu mit Wachs, während Sie mit einem Pinsel ein Ledersohlenöl auftragen. Achten Sie darauf, dass Sie es gleichmäßig verteilen und lassen Sie dabei unbedingt den Nahtbereuch aus.

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Weitere Tipps

Doch neben der Material-Pflege sind auch Gebrauchs-Regeln von Bedeutung. Öffnen Sie die Schnürsenkel, wenn Sie die Schuhe an- und ausziehen. Das verhindert, dass Sie in den Schuh am Schaft unschön verknittern. Ebenso dienlich ist der klassische Schuhlöffel. Mit dem kleinen Helfer lassen sich Knicke an der Schaftferse vermeiden. Lagern Sie zudem die Schuhe sorgfältig – am besten in einem luftdurchlässigen Schuhschrank und, wenn Sie mögen, in einem Stoffbeutel und mit einem Schuhspanner. Tragen Sie außerdem Ihre Schuhe im Idealfall maximal einen Tag lang, denn Lederschuhe benötigen mindestens 20 Stunden Ruhezeit, um die gespeicherte Feuchtigkeit verdunsten zu lassen. Sollten Ihre Schuhe nass geworden sein, füllen Sie diese mit Zeitungspapier  und lassen Sie sie seitlich liegend trocknen. Heizungen und Sonne sollten ebenfalls als Wärmequelle vermieden werden, da sie das Leder austrocknen. Unangenehmene Gerüche können mit etwas Wasser und Seife entfernt werden. Nehmen Sie dafür die Innensohle heraus und reinigen Sie mit einem feuchten Tuch und Seife. Einfach an der Luft trocknen lassen und anschließend wieder in den Schuh legen.

So haben Sie lange etwas von Ihren Lederschuhen und wissen stets, dass Sie auch für spontane Anlässe, das richtige Schuhwerk haben.

Magnanni

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